Montag, 10. August 2026

noch einmal "draufhauen"

 Pünktlich zum Ende der Ferien kommt eine mail aus der Ambulanz - mit Ergebnissen aus dem Labor. 

Verdammt. Wenn sie sich melden, heißt es immer da war was auffällig.  So ist es auch. Immer noch ein Problemkeim in Ninas  Abstrich. 

Noch einmal fast einen Monat große Spritzen voll mit viel Antibiotika (ja, leider klappt das schlucken der großen Tabletten immer noch nicht). 

Wieder mal ein Knoten bei mir im  Bauch. Hört das irgendwann mal auf? Ich frage mich oft, ob ich irgendwann so abgebrüht bin, das es mir nicht mehr latent übel wird. Bei mir denke ich, wäre ja auch zu schön gewesen, gleich nach dem ersten Durchgang alles an Keimen beseitigt zu haben. 

Nach dem Telefonat mit der vertretenden Ärztin (natürlich ist auch in der Ambulanz Urlaubszeit), kommt das organisatorische und über dem Tun, verschwindet zunächst das blöde Gefühl wieder. 

Abends dann die Erkenntnis (oder ist es zum Teil Resignation?) / das Wieder-daran-erinnern....wir haben keine Wahl. Es muss sein. Nina ist es egal - dann eben zu den Tabletten noch eine Spritze mit Flüssigkeit "reindrücken". 

Ich sollt aufhören mich dagegen zu wehren. Wenn es nur so einfach wäre...





Sonntag, 9. August 2026

die Liste und die Realität

 Es war schon lange klar, dass wir im den Ferien nicht wegfahren würden, also kein Urlaub mit Übernachtungen wo anders.

Aber wir haben eine Liste gemacht , von möglichen Tagesausflügen. Kleine und große Ziele, bekanntes und neu zu entdeckendes. 

Las sich hervorragend. Ich freute mich darauf, auch wenn wir gleich gesagt hatten, es ist eine Liste der Optionen....die wir keinesfalls alle abarbeiten wollten. Aber schon überlegt zu haben wo es hingehen könnte, nimmt einem morgens das lange Hin und Her überlegen ab. 

Alles was das Leben einfacher macht - davon bin ich ein großer Fan. 

Jetzt sind die Ferien so gut wie zu Ende und als ich die Liste abnehme....nun ja abgehakt haben wir ganz wenig von dieser Wunschliste. 

Wie so oft kommt einem das Leben in die Quere. 

Vorzeitig geschlossene Saisonangebote, Revisionsarbeiten an Ausflugszielen, dann wird jemand krank oder der weibliche Zyklus verhindert exzessive Freibadbesuche. 

Nicht auf die Liste geschafft haben es dann unsere Alternativen und Ausweichpläne. Die waren auch alle schön und haben uns gut getan. 

Ich bin sehr froh, dass wir immer erst tagesaktuell Nina verkündet haben wohin es geht und was wir vorhaben. 

Alles andere hätte mit großer Wahrscheinlichkeit Ritalschmerzen mit Tränen nach sich gezogen. 

So aber sind wir relativ leicht durch diese freien Tage gekommen. 

Dieses ruhige Gefühl am Morgen werde ich bei Schulbeginn sehr vermissen - dann läuft wieder alles extrem getaktet ab. 

Jetzt heißt es den Rest genießen.  


Montag, 3. August 2026

die Sache mit dem Ferientagebuch

Kurz vor Beginn der Sommerferien war ich wie üblich auf der Suche nach passenden Lernaufgaben und Geschichten mit einem sommerlichen Touch. 

Beim surfen durch meine üblichen Seiten, stach mir die Vorlage für ein Ferientagebuch ins Auge. 

Das wäre doch was, dachte ich ...nur leider entsprach die einfache Vorlage nicht dem was ich wollte. 

Ich wollte für Nina etwas, wo wir Fotos einkleben können, etwas mit Wiedererkennungswert  (Tagesstruktur / Wochentage) und am besten noch ein leere Feld, wo sie schreiben üben kann. 

Soweit meine eigenen Wünsche - gab es so nur nicht.  

Also selbst etwas zusammengebastelt. 

Natürlich ist das nun wieder eine weitere tägliche Aufgabe, eine weitere Routine. 

Wie vermutet - Nina liebt das täglich wachsende Ferientagebuch und blättert andächtig jeden Abend die Seiten durch und wir schneiden, kleben und schreiben für die neue Seite.

Ein voller Erfolg.

Aber auch für mich hat es einen unerwartet hohen Mehrwert. 

Denn zwischendurch, wenn diese fiese Stimme kommt "du hast deinem Kind nicht genug geboten, in den Ferien, ihr habt so gut wie nichts gemacht"....zeigt das durchblättern durch das Ferientagebuch ein anderes Bild. 

Oh, doch, wir haben viel gemacht. 

Nicht sonderlich spektakuläre Sachen, aber doch viele kleine Sachen. Mal Alltag, mal Besuch, mal Ausflug, mal entspannt....ein schöner Mix. 

Es ist nicht nichts. Es sind viele kleine, ruhige - vielleicht auch mal langweilige Sachen.

 Wobei....Langeweile haben, lange Weile spüren - in der heutigen Zeit ein echter Luxus. 

Danke auch hierfür liebes Ferientagebuch.