Montag, 26. Januar 2026

Ballon

 Einen Luftballon aufpusten steigert effektiv die Dehnbarkeit der Lunge und damit deren Fähigkeit Luft aufzunehmen. 

Bisher war diese Übung aber so unmöglich, dass wir es gar nicht erst versucht haben. 

Der erste Luftballon....tja den hat Nina dann in der Schule aufgepustet. 

Unsere Schulbgeleitung war so pfiffig davon ein kleines Video zu machen. 

Das hatte den tollen Nebeneffekt, dass wir es ihrer Physiotherapeutin haben zeigen können. 

Und natürlich auch, dass wir uns das Video anschauen und Freunden zeigen konnten. 

Sie strengt sich sehr an, gibt nicht auf und das Glück darüber es geschafft zu haben ist überwältigend mit anzusehen. 


Aber bitte mit Musik

 Musik, Lieder singen - was hätten wir nur ohne getan?

Einschlaflieder, Lieder singen - damit sie sich die Haare föhnen lässt und überhaupt fast alles was neu und irgendwie doof war konnten wir in den letzten Jahren mit singen oder Musik spielen geschafft, leichter gemacht oder initiiert. 

Aus dieser Notwendigkeit ist ein Hobby eine wahre Leidenschaft geworden. 

Ob beim inhalieren, beim Haare föhnen, beim warten oder Auto fahren - kein Problem. Da können wir gerne Musik hören. 

Wie ich höre ist es auch in Schulpausen oder in bestimmten Unterrichtsfächern mal möglich Musik zu hören. 

Für Nina ist dieses aber mal wieder ein "Hebel" überall und immer nach Musik zu fragen und sie sich zu wünschen. 

Hier öffnet sich nebenbei ein Lernfenster, dass es eben nicht immer und überall und jederzeit möglich ist Musik zu hören.....und auch nicht immer ihre Top Hits. 

Sorry my dear. 

Weihnachtsmarkt & Kakao

 Wir waren an einem Dienstag am späten Nachmittag zu viert losgezogen um einen Weihnachtsmarkt zu besuchen. 

Die Kinder wirkten schon etwas schlapp (nach dem Schultag und der Logopädie) und waren auch nicht sonderlich begeistert (in erster Linie Nina) als wir mehr als einmal sagen mussten, dass die Karussells doch eher was für kleine und kleinste Kinder wären und die beiden doch schon so groß wären. 

Die Stimmung hellte sich im wahrsten Sinne des Wortes erst auf, als es Kakao gab. Und Achtung (!) Nina die eigentlich nichts süßes mag hat nach und nach mit sichtlichem Genuss den Kakao langsam gelöffelt. Für mich ist es jedes Mal ein Fest, wenn sie etwas neues probiert. 

Der Kakao sickerte in die Kinder ein und plötzlich waren sie wieder am "erzählen" und am lachen und wieder wach und da. Hammer. Essen und trinken verbindet so sehr. :-)  

"drauf"

Ninas Wortschatz explodiert und zeitgleich ihr Wunsch bestimmte Vorlieben auch auf ihrem Talker zu haben. Genau wie ganz konkrete Orte oder Musikwünsche. 

Aus diesem Grund platzen zwei "Seiten" auf dem Talker geradezu aus allen Nähten, weil immer neue "Vokabeln" drauf sollen. 

Die erst vor kurzem erstellte Unterkategorien Seite mit "Meine Musik" und die "Haltestellen" der örtlichen Verkehrsbetriebe. 

Die alte, neue Vorliebe mit den Haltestellen ist erst vor kurzem wieder aufgeflammt. Wächst aber immer weiter. 

Noch schneller wächst die Seite mit ihren Musiktiteln. 

Ihre Bandbreite bei der Musik ist sehr bunt gemixt und oft sind es Songs, die wir unterwegs im Radio hören oder auch Lieder die im Hintergrund von Videos laufen. 

Dank des Internets kann man immer sehr schnell die Songtitel / Gruppen / Interpreten herausfinden. 

Das einpflegen und sortieren ist etwas zeit intensiver. 

Aber eine schöne Aufgabe, die ihre persönliche Entwicklung aufzeigt. 




Freitag, 23. Januar 2026

ich möchte Hausaufgaben

 Mir ist mal gesagt worden, Nina wäre ein Workaholic. 

Betrachtet man ihre Lust auch am Wochenende, an Feiertagen und in den Ferien jeden Tag mit mir zu lernen, ist da sicher was dran. 

Aber auch in der Schule hat sie vergangene Woche Donnerstag "ihrem Ruf alle Ehre gemacht" und eine ihrer Lehrerinnen so lange nach "Hausaufgaben" gefragt, bis diese sich endlich hat erweichen lassen und ihr ein Arbeitsblatt kopiert und mit nach Hause gegeben hat. 

Unsere Schulbegleitung wollte daraufhin ganz gerne, dass dieser Arbeitseifer mit einer Art "Fleißbienchen" oder "Lobkärtchen" gewürdigt wird. Eine nette, wertschätzende Idee - nur ist Nina so etwas einfach egal. 

Sie tut das nicht für Belohnungen hinterher, sondern weil sie den Vorgang toll findet. Sie hat Lust zu lernen - nur um des Lernen willens. 

Das lassen wir einfach so. 

Träum was Schönes

 Rituale sind wichtig und auch schön. 

Sie geben Sicherheit und strukturieren den Tagesablauf. 

Hätte man uns aber vor ein paar Jahren gesagt, dass Nina diese Rituale auch verbal bestreiten kann - wir hätten nur ungläubig gestarrt. 

Aber genau das ist Anfang des Monats der Fall gewesen. 

Immer einer von uns bleibt noch kurz bei Nina beim ins Bett bringen, während der andere noch gute Nacht sagt und dann den Raum verlässt. 

An einem dieser Abende sagt sie zu ihrem Papa (natürlich noch nicht super klar artikuliert, aber für uns verständlich): "Träum was Schönes."

Hat man da Worte? Nein. Wir waren gerührt und ich habe eine Träne der Freude weggedrückt. 

erlesen

 Großartig, fantastisch und ein Hipp Hipp Hurra kann ich nur freudig rufen, denn beim wiederholten "Lesen" diverser Bilderbücher ist es da. 

Das erste zarte Pflänzchen des Lesen Lernens.

Nina erliest die Buchstaben und spricht sie dabei und es sind die ersten kleinen Worte die sie liest. 

Es sind Bilderbücher, mit wenig Text....also sehr, sehr einfach - ein bis zwei Worte auf jeder Seite....aber es egal. Es geht vorwärts. 

Überwältigend. 

Vor allem, weil SIE MÖCHTE. Nicht weil ich das reindrücken will. 

Ich möchte an dieser Stelle aus "Comprehensive Litracy for all" von Karen A. Erickson und David A. Koppenhaver zitieren.

 Es heißt auf Seite 21:"It is not our job to make students anything. It is our job to make them want to." 

:-)