Ich habe mir lange Zeit nicht vorstellen können, dass wir uns eines Tage wirklich auf den Weg machen würden ,um uns von der Nutrini zu verabschieden.
Aber die "Abschiedstour" ist angelaufen.
Schritt eins begann bereits vor einigen Monaten.
Da begannen wir dieses klebrige Zeug zu verdünnen.
Erst die Portionen zu Hause, dann auch das was mit in die Schule ging.
Jetzt haben wir die Frequenz runter gefahren und noch mal eine dünnere Variante angeboten.
Alles soweit kein Problem.
Allerdings war letzten Freitag einmal kurz ein kleiner Ritualschmerz da, als es Freitag keine Nutrini mit in die Schule gab.
Merkwürdig, hat doch nach der Reha gar keine mehr mitbekommen - aber hier war wahrscheinlich einfach das fehlen der Ansage: "Heute nur eine Nutrini und dann Wochenende." - die Nina etwas "flippen" ließ.
Wir haben nicht nachgegeben und es ging ohne Nutrini zur Schule und das Wochenende kam ja sowieso.
Demnächst geht es dann runter von Vanille auf "neutral" und dann... keine Nutrini mehr.
Es fühlt sich heute etwas spuky an, weil diese "Nahrung" eine sichere Bank war, die Nina damals vor dem verhungern bewahrt und sie damit dann endlich zunehmen konnte.
ABER: sie braucht sie nicht mehr. Und wäre da nicht der Autismus - wir hätten vermutlich schon schneller und früher einen Schnitt gemacht.
Geht nicht. Geht nur in kleinen Schritten. Wie immer. Unser Weg.